Diagnose

Einfachste Methode ist die reine Selbstbeobachtung, dass die früher problemlos verzehrbare Menge an Milch und Milchprodukten graduell absinkt. Professionelle, medizinische Methoden sind folgende, die allerdings nur von zugelassenen Ärzten durchgeführt werden sollten:

  1. Laktose Belastungstest mit anschließender Messung der Blutzuckerwerte
  2. Laktose Belastungstest mit anschließender Messung der Wasserstoffkonzentration in der ausgeatmeten Luft (H2-Atemtest)
  3. Gentest

Der Laktosebelastungstest (Alternativen eins und zwei) wird in der Regel durch Fachärzte für innere Medizin und durch Fachärzte für Gastroenterologie durchgeführt, um eine sicher Diagnose einer Laktose Intoleranz zu erhalten.
Man bekommt auf nüchternen Magen einebestimmte Menge in Wasser gelöster Laktose zu trinken (25–50 g) und danach wird in regelmäßigen Abständen entweder eine Blutprobe oder eine Atemprobe (beim H2-Atemtest) abgenommen.
Weil bei Menschen mit Laktasemangel die Laktose nicht oder zumindest nur teilweise in Glukose und Galaktose aufgespalten wird, kann keine oder nur wenig Glukose im Dünndarm resorbiert und an das Blut abgegebenwerden. Der Verzehr einer Laktosetestmahlzeit führt daher bei Menschen mit Laktasemangel nur zu einem geringen oder keinem Anstieg des Glukosewertes (Blutzuckerwert), während bei Menschen, die keinen Laktasemangel haben, der Glukosewert stärker ansteigen wird. So lässt sich anhand des Verlaufs des Glukosewertes diagnostizieren, ob eine Laktose Intoleranz vorliegt. Gelangt die nicht resorbierbare Laktose in den Dickdarm, wird sie dort durch Darmbakterien unter Bildungvon unter anderem Wasserstoff (H2) abgebaut. Der Wasserstoff wird über die Darmwand resorbiert und gelangt über den Blutkreislauf in die Lunge, von wo aus er ausgeatmet wird. Anhand des Wasserstoffgehalts der ausgeatmeten Luft lässt sich daher nachweisen, ob Laktose,die wegen eines Laktasemangels im Dünndarm nicht gespalten wurde, in den Dickdarm gelangt. Bei Vorliegen eines Laktasemangel wird der Wasserstoffgehalt der ausgeatmeten Luft nach dem Verzehr einer Laktosetestmahlzeit ansteigen, während er bei Menschen, die keinen Laktasemangel haben, nicht ansteigen wird.


Der Gentest stellt eine neue Testmethode dar, wird von den Krankenkassen nicht bezahlt und kostet ca. 70,– €.
Man muss lediglich einen Abstrich von der Wangenschleimhaut an ein für diese Untersuchung spezialisiertes und zertifiziertes Labor schicken.  Der Gentest liefert lediglich eine Aussage darüber, ob man irgendwann im Laufe seines Lebens einen primären Laktasemangel entwickelt. Auch ein positives Testergebnis bedeutet daher nicht, dass bereits ein primärer Laktasemangel vorliegt. Dies kann man nur durch den oben beschriebenen Laktosebelastungstest (Alternativen eins und zwei) feststellen.